Vor über 2000 Zuschauern auf dem Air Force Center in Dübendorf holten sich Martina Glagow und Andreas Birnbacher die Siege beim 1. Grossen Preis der Schweiz im Sommerbiathlon. Zwei packende Rennen auf einer unerwartet anspruchsvollen Strecke forderten die Weltspitze zu Höchstleistungen auf.
Eine stattliche Kulisse auf der Haupttribüne und entlang der Strecke bei traumhaften aber heissen Bedingungen liessen den 1. Grossen Preis der Schweiz zu einem Vollerfolg werden. Etwas über 2000 Besucherinnen und Besucher fanden sich ein, um die Weltspitze im Biathlon hautnah an der Arbeit zu sehen. Aus dem Nichts heraus liess das OK rund um Präsident Kurt Waldmeier auf dem Gelände des Air Force Centers ein professionelles Stadion aufbauen und via Eurosport in die ganze Welt hinaus tragen. Fünf Runden à 1.5 Kilometer mit vier Schiesseinheiten absolvierte das Damenfeld, welches von den mehrfachen Olympiasiegerinnen Kati Wilhelm und Andrea Henkel angeführt wurde. Das hochkarätige Startfeld bot nach dem Startschuss packende Zweikämpfe auf der Strecke und viel Dramatik am Schiessstand. Bei unkonstantem Wind lieferten sich Martina Glagow und Simone Hauswald einen spannenden Zweikampf bis zum Zielstrich. „Ich fühlte mich unglaublich gut und überraschenderweise klappte auch das Schiessen hervorragend. Ich war mir auf der letzten Runde dann aber fast zu sicher. Ich hab mich des Öfteren umgedreht, aber niemanden gesehen, erst im Stadion vor der schönen Kulisse war plötzlich Simone da und ich musste nochmals wirklich alles geben, um den Sieg nach Hause zu tragen“, schilderte Martina Glagow ihr Rennen. Die Deutsche Weltmeisterin war die dominierende Athletin in Dübendorf. Bereits in der Qualifikation vermochte Glagow zu gewinnen und sich die „Pole Position“ zu sichern. Glagow gewann den 1. Grossen Preis der Schweiz vor Landsfrau Simone Hauswald und der Norwegerin Solveig Rogstad. Selina Gasparin (SUI) steigerte sich im Hauptrennen und beendete die Schweizer Premiere auf dem 12. Platz.
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Wie dramatisch ein Biathlon-Wettkampf enden kann, musste der dreifache Olympiasieger Michael Greis in Dübendorf erfahren. Der Bayer aus Nesselwang kämpfte sich nach einem eher mässigen Prolog bis an die Spitze des Feldes vor. Beim letzten Schiessen „donnerte“ Greis die ersten vier Schüsse in Rekordzeit ins Ziel, blieb aber an der letzten Scheibe hängen, musste drei Mal nachladen und konnte erst als zweiter auf die letzte Runde gehen. Nach einem Stockbruch „Ich hab wahrscheinlich zu viel Power“, scherzte Greis letztlich blieb nur Platz drei. Der Österreicher Christoph Sumann fand in Dübendorf dagegen zu alter Sicherheit zurück. Dank einer konstanten Leistung am Stand und einer soliden Laufleistung gelang es dem Österreicher, permanent um den Sieg zu laufen und auf den letzten 1.5 Kilometer noch an Greis vorbeizuziehen. Eher unauffällig aber unglaublich stark setzte sich dagegen Andreas Birnbacher ins Szene. Der Mixed-Relay Weltmeister lieferte sich beim letzten Anschlag ein Herzschlag-Duell mit Teamkollege Michael Greis. Birnbacher behielt die Coolness und lenkte auch den letzten Schuss souverän
ins Ziel. Den Vorsprung konsolidierte Birnbacher letztlich bis ins Ziel. „Es war unglaublich hart. Die Strecke ist nicht einfach, da Du permanent arbeiten musst. Kombiniert mit der Hitze war das schon der Hammer. Aber das Publikum hat mich im Stadion über den Zielstrich getragen“, so der Bayer.
Die vier gestarteten Schweizer konnten zwar nicht um den Sieg mitreden, vermochten sich aber dennoch gut in Szene zu setzen. Allen voran Simon Hallenbarter. Der Obergommer kämpfte sich an einem verpatzten Prolog noch in die Topten vor. Matthias Simmens Besuch in der Penaltybox der Urner verzeichnete zwei Fehler, was ihm 20 Sekunden Strafe einbrachte kostete einen Platz auf dem Podest. Simmen wurde letztlich 12.. Lokalmatador Claudio Böckli beendete das Rennen auf Platz 14, Ivan Joller wurde 15.
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